„Wir freuen uns über das Interesse der SPD-Fraktion“, begrüßte Projektleiterin Monika Wiebke die Kreispolitiker der SPD, die eine Idee ihrer Geschäftsführerin Kirsten Battaglia aufgegriffen hatten. Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Weserbergland wurde 2011 gegründet und wird seit 2019 von Rinteln aus betrieben. Im Gebäude der VHS an der Klosterstraße stehen zwei Büroräume zur Verfügung. Projektträger sind die drei Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie die EU und das Land Niedersachsen.

„Wir beraten nach einer Terminvereinbarung Frauen kostenlos, unabhängig und vertraulich“, berichtete Wiebke, die gemeinsam mit Mitarbeiterin Marleen Hill über die Arbeit der Koordinierungsstelle informierte. Ziel sei immer die Entwicklung beruflicher Perspektiven. Oft gehe es in den Gesprächen um den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer Familienphase, um Kompetenzerweiterungen, die Aufnahme einer neuen Tätigkeit und die Vereinbarkeit von Familie Beruf. Die vier Beraterinnen in Rinteln helfen auch beim Check der Bewerbungsunterlangen und geben denjenigen Frauen hilfreiche Ratschläge, die sich selbständig machen wollen.

Es werden auch einmal im Monat Beratungstage in Hameln und Holzminden angeboten. Im Jahr nehmen nach den Worten von Monika Wiebke durchschnittlich 300 Frauen an den Informations- und Beratungsgesprächen teil. Die meisten Frauen sind im Alter von Mitte 40 bis Mitte 50. Wichtig sei, so Wiebke weiter, der informelle Austausch mit Kooperationspartnern und die Öffentlichkeitsarbeit.

„Wer kann in welcher Situation am besten helfen? Diesen Wissenstransfer leisten wir“, erläuterte die Projektleiterin. Eng arbeitet man mit der Arbeitsagentur und den Gleichstellungsbeauftragten zusammen. „Das Finden einer existenzsichernden Beschäftigung der Frau bleibt das Ziel unserer Tätigkeit.“ Landrat Jörg Farr betonte die „Sichtbarkeit der Koordinierungsstelle“. Die Verlängerung der Förderperiode sei von allen Landkreisen positiv gesehen worden. „Ihre Arbeit, Leistung und Erfolge werden nicht mehr in Frage gestellt.“ Weitere Informationen gibt es auf der Homepage unter www.frau-wirtschaft-weserbergland.de. 

Frauengruppe auf einer Treppe
Auch Landratskandidatin Andrea Stüdemann (2. v. re.) gehörte zu den interessierten Zuhörerinnen
Wir machen soziale Politik für Dich. Mach mit und unser Land noch besser.