Wie kann die Gesundheitsversorgung im Landkreis Schaumburg zukunftsfest aufgestellt werden?

Darüber tauschte sich Landratskandidatin Andrea Stüdemann mit dem Vorstandsvorsitzenden der BKK24, Jörg Nielaczny, und Vorstandsmitglied Tobias Mittmann in der Obernkirchen Hauptverwaltung der Krankenkasse aus.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zunehmende Belastung des Rettungsdienstes und der Notaufnahme sowie die Frage, wie Menschen schneller und gezielter an die für sie passende medizinische Unterstützung gelangen können. Dabei wurde auch über die Entwicklung einer Gesundheitsleitstelle für Schaumburg gesprochen, die bestehende Angebote besser miteinander vernetzt und Orientierung geben könnte.

„Wir müssen uns stärker damit beschäftigen, wie wir die Gesundheitsversorgung künftig organisieren und gleichzeitig unseren Rettungsdienst und die Notaufnahme entlasten können“, so Stüdemann. Dabei waren sich alle drei Gesprächsteilnehmer einig: Es geht nicht nur um die Versorgung im Krankheitsfall, sondern vor allem um frühestmögliche Prävention und Gesundheitsförderung. So müsse schon bei Kindern und Jugendlichen angesetzt werden, um gesundheitlichen Problemen frühzeitig entgegenzuwirken oder diese erst gar nicht entstehen zu lassen.

„Gesundheitskompetenz und Gesundheitsbildung werden in Zukunft zunehmend deutlich mehr Relevanz erhalten müssen“, fordert Nielaczny mit Blick auf einen informierten Umgang mit Prävention, Therapien und medizinischen Angeboten.

Dazu gehören aus Sicht von Stüdemann unter anderem mehr Informationen über gesunde Ernährung, Bewegung und einen gesundheitsbewussten Lebensstil. Auch gemeinsame Aktionen mit dem Kreissportbund und weiteren Partnern vor Ort könnten dazu beitragen, Gesundheitsförderung stärker im Alltag von Kindern und Jugendlichen zu verankern.

„Gesundheitspolitik darf nicht erst dann beginnen, wenn Menschen krank sind. Wir müssen früher ansetzen, Prävention stärken und die vorhandenen Angebote im Landkreis besser miteinander verbinden“, betont Stüdemann. „Darin sehe ich eine wichtige Aufgabe des Landkreises für die Zukunft.“

Tobias Mittmann war insbesondere die Versorgung im ländlichen Raum wichtig: Ein Ansatz könnten so genannte Gemeindeschwestern beziehungsweise wohnortnahe Ansprechpartner sein. Sie könnten dazu beitragen, niedrigschwellige Unterstützung anzubieten, Menschen frühzeitig zu erreichen und bei Bedarf den Weg zu den passenden Angeboten im Gesundheits- und Sozialbereich zu vermitteln. In diesem Sinne dann auch die gemeinsam formulierte Übereinstimmung: „Gesundheit ist ein lokales und regionales Thema. Dafür braucht es starke Akteure vor Ort.“

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