Ministerin Cornelia Rundt besucht Josua-Stegmann-Heim

 
 

Die Niedersächsische Sozialministerin hat gemeinsam mit dem heimischen Landtagsabgeordneten und SPD-Unterbezirksvorsitzenden Karsten Becker das Josua-Stegmann-Heim in Stadthagen besucht und sich sowohl mit Vertretern als auch Bewohnern zum Thema Pflege ausgetauscht.

 

"Hier ist eine von mehreren Wohnanlagen in Stadthagen, die sich über die Jahrzehnte gut entwickelt haben", meinte Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Hellmann einleitend, nachdem er Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesellschaft und Migration, begrüßt hatte. Begleitet von dem heimischen Landtagsabgeordneten Karsten Becker (SPD), hat die Ministerin das Josua Stegmann Heim und die angrenzende Josua Stegmann Wohnanlage an der Seilerstraße besucht und besichtigt.

Das Josua Stegmann Heim wird als eingetragener Verein mit natürlichen Mitgliedern geführt, ist ein Alten- und Pflegeheim im Diakonischen Werk. Die Wohnanlage verfügt stadtnah über 84 Wohneinheiten mit einer Wohnungsgröße von 57 bis 93 Quadratmetern und der Anbindung an das Alten- und Pflegeheim mit 129 Pflegeplätzen in 107 Einzelzimmern und elf Doppelzimmern. Pflegedienstleiterin Mechthild Karow und ihre Kollegin Gülay Akmug berichteten von Problemen, Nachwuchs für die Altenpflege zu bekommen, um den durchaus vorhandenen Bedarf zu decken. Die Tarifstruktur sei ein Grund dafür, dass in Rheinland-Pfalz bis zu 700 Euro mehr verdient werden könnten.

"Ein typischer Frauenberuf im sozialen Bereich, der schlechter bezahlt wird als zum Beispiel in der Automobilbranche", so Ministerin Rundt. Der Fachkräftemangel im ländlichen Raum sei ihr bekannt. Es würde, so Rundt, nicht zu wenig ausgebildet, sondern es blieben zu wenige in dem Beruf. "Wer heute in der Pflege arbeitet, hat es nicht leicht- viele geben wegen der körperlichen und psychischen Belastungen auf, hinzu komme die geringe Wertschätzung", so Cornelia Rundt. Die Arbeitsverdichtung müsse heruntergefahren werden.

Sie erwartet dennoch einen Schub für die Altenpflegerinnen und Altenpfleger, wenn die Tarifverträge allgemeinverbindlich erklärt werden. "Alles unterliegt der Selbstverwaltung, das Land kann nur mahnen". Es gäbe stark kämpfende Kassenvertreter, die Selbstverwaltung funktioniere nur beschränkt.

Zu Besuch im Josua-Stegmann-Heim: Bewohnerin Grit Marwitz (2.v.l.) mit MdL Karsten Becker, Ministerin Cornelia Rundt und